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Kategorie: Ausgabe 23. Dezember 2012

Auf Weihnachten vorbereiten

Die Vorbereitungen auf das Weichnachtsfest laufen in diesen Tagen auf Hochtouren.

Es gibt viel zu tun und es ist an alles zu denken, was das Weihnachtsfest dann zu einem wirklichen Fest machen soll. Trotz manches Seufzers ob all der Dinge, die vorzubereiten sind, gibt doch die Freude den Ton an. Hauptsache, wir haben dabei nicht die Hauptsache vergessen, nämlich,  worauf wir uns eigentlich vorbereiten.  Ich möchte uns einfach freundlich daran erinnern. Dabei haben wir Erzgebirger im    „Weihnachtsland“ die besten Voraussetzungen.  Unter uns gibt es noch das „historische Christentum“.  Helene Schweitzer hat diesen Begriff einmal verwendet.  Sie  versteht darunter Menschen, deren  Christentum zur Tradition geworden ist, die am christlichen Festkalender festhalten und feiern. Vilem Flusser schreibt das, in Anlehnung an den genetischen Code, dem kulturellen Code zu.  Wie dem auch sei und was die Gelehrten alles von und über uns wissen: Gott, unser Schöpfer, hat es auf jeden Fall auf uns abgesehen.  Er will mit  uns zusammen sein. Er will uns ein Fest bereiten. Darum Advent – Ankunft.  Seine Liebe ist Wille zur Gemeinschaft.  Aber findet die „Konvergenz“ statt, passen wir zu Gott?  Zu Gott, wo wir doch schon miteinander Schwierigkeiten haben.  Wir erleben seit 20 Jahren, wie zögerlich zusammenwächst, was zusammengehört. Ja, es kann sogar zu neuen Gräben und Mauern kommen, wenn wir nicht aufeinander zugehen: Hier im Erzgebirge, in Sachsen, in Deutschland in Europa und einer globalisierten Welt.  Bei allem geht es letztlich immer wieder darum, wie wir miteinander umgehen und uns bei aller Unterschiedlichkeit annehmen.  Freilich, wir stoßen da rasch an unsere Grenzen. Wir sind verletzlich, verwundbar und manchmal mit uns selber nicht im Reinen. Es kann passieren, dass wir es gerade in den erwartungsfrohen Tagen auf Weihnachten hin schmerzlich erleben. Auch das Weihnachtsfest selber ist nicht in jeder Familie und jedem Haus ein Tag fröhlicher Leute.  Aber gerade die sollen erfahren, was Dieter Trautwein bekennt: „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein.“ Es liegt  im Herzen Gottes beschlossen, i n der Liebe des Vaters, die sich in Jesus uns völlig schenkt um bei uns zu sein. Kein Mensch ist davon  ausgenommen. Wer sein  Herz nicht verschließt, wird von dieser Liebe berührt.  Das ist weder eine Behauptung, noch Einbildung, sondern das, was Menschen immer wieder erleben. Wie wir damit umgehen, ist eine andere Sache. Bei Gott gibt es keinen Zwang. Aber er hält die Tür offen.  In hindert es nicht, wenn wir an manchem Abend dieser Tage die Tür gestresst hinter uns schließen, doch zu uns zu kommen.  Er kommt ja, um uns die Last abzunehmen. Das zu sagen, hätte ich beinahe vergessen. Und es ist doch die Hauptsache: „Gott sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns her gesendet hat“ (Heinrich Held).  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit bei allen Vorbereitungen, die noch zu treffen sind.