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Kategorie: Ausgabe 23. Dezember 2012

Weihnachtsüberraschung

Das Weihnachtsgeschehen könnte uns überraschen, und zwar heilsam.

Wir müssten uns aber darauf gefasst machen, also Zeit nehmen: Zeit für uns selber, Zeit für unsere Nächsten, vor allem aber Zeit für die Bibel, Gottes Wort. Wer sich das sagen lässt, ist gut beraten. Ich möchte ihnen einfach sagen, was mir in diesen Tagen, wo wir singen: „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind“ aufgegangen ist: Gottes große Liebe zu seinen Menschen. Kein Mensch ist von dieser Liebe ausgeschlossen. Sie gilt allen. Gott geht soweit, dass er alles für uns gibt. Wenn der Evangelist Johannes schreibt: „Das Wort ward Fleisch“ und das Ereignis der Geburt Jesu benennt, dann ist damit ausgedrückt, dass uns Gott sein ganzes Herz zuwendet und nichts für sich behält. Denn was ist die Gabe seines lieben Sohnes gegenüber allem, was es im Himmel oder auf Erden gibt? Was passiert aber, wenn wir diese Liebe gar nicht mehr wahrnehmen, nicht  wollen oder gar verachten? Dann werden wir wirklich arm, denn die Güter dieser Welt können  das Leben nicht ersetzen. Und Gott kennen, anerkennen, wissen, ich bin geliebt, das ist Leben. Dann lasst uns auf Jesus sehen. Paul Gerhard lässt uns in  seinem Lied („Wir singen dir, Immanuel“) mit  über das Wunder der Geburt Jesu staunen. Was für eine Überraschung! „Bist klein und machst doch alles groß. Bekleidst die Welt und bist doch bloß ...Trinkst Milch aus deiner Mutter Brust und bist doch selbst der Engel Lust ... Bist GOTT und liegst auf Heu und Stroh, wirst MENSCH und bist doch A und O ... Bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht ... Herodis Heer hält dich für Greul und bist doch nichts als lauter Heil.“  Ja, Gott begibt sich in Menschenhände, macht sich damit zerbrechlich und hilfsbedürftig. Warum? Um bei uns zu sein, wie wir auf die Welt gekommen: ein Kind. Darum singt Paul Gerhard weiter: „So fass ich dich nun ohne Scheu. Du machst mich alles Jammers frei; Du trägst den Zorn, erwürgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja.“  Ich lass mich darauf ein und lass mich überraschen, dieses Jahr und Tag für Tag.
Noch was hat mich überrascht. Es sind die Engel. Sie lauern jetzt überall. Sie haben Konjunktur, irgendwie versprechen wir modernen und aufgeklärten Menschen, wie wir uns gerne nennen und als solche auch sehen, etwas von ihnen. Leider haben sie mit den Engeln der Bibel nichts zu tun. Denn die sind Gottes Boten, weisen mit  allen Worten, Liedern und Gesten auf das Jesuskind hin. Sie gehören  zu Gott und schweben nicht frei im Raum Sie verkündigen uns allen, mir und dir das große Wunder der Weihnacht:  „Euch ist heute der Heiland geboren.“  TR